Wie hat die Polizei früher gearbeitet? Welche Ausrüstung hatte die Polizei vor 100 Jahren? Wie haben sich die Ausstattung und Aufgaben der Polizei seither verändert? Am Sonntag, 22. März, gab eine inklusive Führung im Bayerischen Polizeimuseum Ingolstadt spannende Einblicke in über 100 Jahre Polizeigeschichte.

Die Ausstellung behandelt wichtige Ereignisse, etwa das Attentat bei den olympischen Spielen in München, die Proteste gegen die Wiederaufbereitungsanlage Wackersdorf und den Hitlerputsch. Sie zeigt frühere Uniformen und Ausrüstung der Polizei, zum Beispiel Handschellen aus dem Jahr 1920, einen alten VW-Käfer als Polizeiauto sowie eine alte Radarfalle und eine Notrufsäule.

Es geht auch darum, wie sich die Rolle der Polizei verändert hat: Nach der Niederlage im Ersten Weltkrieg und dem Zusammenbruch der Monarchie, in der Zeit des Nationalsozialismus und in der Zeit nach Ende des Zweiten Weltkriegs.

Die bis auf den letzten Platz ausgebuchte Führung wurde auf Initiative der Informations- und Servicestelle der Diakonie Ingolstadt als inklusive Führung geplant und vom Bayerischen Polizeimuseum Ingolstadt organisiert. Die Beratungsstellen der Diakonie und des Gehörlosenvereins stellten vorab barrierefreie Informationen zur Verfügung, wie etwa ein Video in Gebärdensprache mit den wichtigsten Daten und Erläuterungen zu der Museumsführung.

Die Führung wurde von Ann-Charlotte Dietz in Gebärdensprache gedolmetscht. Finanziert wird die Verdolmetschung im Rahmen eines von der Aktion Mensch geförderten Bildungs- und Kulturprojekts.

Mit der identischen Förderung fand im Oktober des vergangenen Jahres bereits eine Führung durch die Landesausstellung im Haus der Bayerischen Geschichte in Regensburg statt, die von Kathleen Entrich gedolmetscht und ebenfalls von der Informations- und Servicestelle der Diakonie Ingolstadt angeregt wurde. Die Förderung durch Aktion Mensch bezieht sich dabei auf Maßnahmen für die Barrierefreiheit. Sie stellt sicher, dass gehörlosen Personen neben den üblichen Eintrittsgeldern keine zusätzlichen Kosten durch den Einsatz der Gebärdensprachdolmetscherin entstehen.